Pressemitteilung zu Umfrageergebnissen

Zwei Umfragen zeigen Änderungsbedarf für die Verkehrssituation in Wiesbaden auf.

Das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) unterstreicht erneut die schwierige Situation für Radfahrer in Wiesbaden. Im Fahrradklimatest 2012 hatte der ADFC knapp 80.000 Radfahrer mit 27 Fragen über die Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte befragt. Dabei belegte Wiesbaden mit einer Note von 4,55 den bundesweit vorletzten Platz. Besonders das schlechte Sicherheitsgefühl der Radfahrer in der hessischen Landeshauptstadt wurde beklagt.

Beim ersten Wiesbadener Verkehrswendefest im September 2012 rund um die Ringkirche führte das Verkehrswende-Bündnis unter den Besuchern ebenfalls eine Umfrage durch. Dabei gab etwa die Hälfte der Befragten an, selbst regelmäßig einen Pkw zu benutzen. Trotzdem waren etwa 85 Prozent bereit, zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs und der Situation für Fahrradfahrer und Fußgänger in der Stadt eine Einschränkung des Autoverkehrs zu akzeptieren.

Als stärkster Hinderungsgrund für die Benutzung des Fahrrades in Wiesbaden wurden schlechte bzw. fehlende Radwege und die Gefährdung der Radfahrer in der Stadt angegeben. Drei Viertel der Teilnehmer halten ein preisgünstiges, gut zugängliches Angebot an Leihfahrrädern für eine wichtige Maßnahme zur Förderung eines zukunftsfähigen, umfassenden Verkehrskonzeptes. Als Beispiel für ein attraktives Leihsystem wurde die Nachbarstadt Mainz genannt.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist, dass für zwei Drittel der Befragten ein besseres und günstigeres Angebot der Nahverkehrsgesellschaft ESWE Verkehr ein Anreiz dazu wäre, sich öfter ohne Pkw in der Stadt fortzubewegen. Etwa ebenso viele sprachen sich für einen entgeltfreien öffentlichen Personennahverkehr aus, der aus Steuern und Umlagen finanziert wird.

Das Bündnis Verkehrswende-Wiesbaden ruft die Verantwortlichen erneut dazu auf, wirksame Maßnahmen  in Richtung einer zukunftsfähigen und menschenfreundlichen Verkehrswende umzusetzen. Städte wie Mainz und Frankfurt haben in den letzten Jahren deutlich gezeigt, dass eine zeitnahe Verbesserung der Verkehrssituation möglich ist, wenn die politischen Weichen gestellt werden. So wurde Frankfurt vom ADFC bei der Veranstaltung im Berliner Bundesverkehrsministerium besonders in der Kategorie
„Aufholer“ im Verhältnis zur letzten Umfrage im Jahr 2005 ausgezeichnet. Dort landete Frankfurt auf Platz drei.

In dieser Kategorie hat auch Wiesbaden große Potentiale.

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