Neues Radverkehrskonzept jetzt für alle zugänglich

Wiesbadener Radverkehrskonzept: Aus sechs mach 20 Prozent Radfahranteil

Von Manfred Knispel

WIESBADEN – Schon im Mai erhielt die Stadt das von allen Radfahrern mit Spannung erwartete Radverkehrskonzept – veröffentlicht werden soll es indes noch immer nicht. Dieser Zeitung liegt jetzt die aktuelle Fassung inklusive Anhängen vor.

Hier gibt es das Konzept (ohne Anhänge) zum Runterladen.

Auf fast 200 Seiten analysiert darin der Bonner Verkehrsexperte Arne Blase die Radwegesituation in der Stadt und macht im dicken Anlagenband annähernd 1000 konkrete Vorschläge, wie aus Wiesbaden tatsächlich eine Fahrradstadt werden könnte. Anvisiertes Ziel: Aus den derzeit sechs Prozent Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr sollen 20 Prozent werden.

Auch die Mitglieder des regelmäßig tagenden Radforums zeigten sich jetzt angetan von den Vorschlägen des Gutachters. Nur: Noch immer kennt kaum einer außerhalb des Verkehrsdezernats den genauen Wortlaut. Selbst die Mitglieder des Radforums, das als beratendes Gremium von der Stadtverordnetenversammlung ins Leben gerufen worden war, hatten bis gestern Vormittag nur einen Link zur Verfügung, der zu einer knappen Zusammenfassung führte.

Radforum nicht demokratisch legitimiert

Auch im Radforum selbst gab es lediglich eine, allerdings ausführliche, Präsentation durch die Radverkehrsbeauftrage des Dezernats, Rosa Jahn. Dem Wunsch etwa von Dirk Vielmeyer vom Bündnis Energiewende, eine Empfehlung an die Stadtverordneten zu beschließen, das Konzept möglichst zügig umzusetzen, lehnten sowohl die Vertreter der Parteien als auch die Dezernentin ab. Begründung: Das Radforum sei nicht demokratisch legitimiert.

Die Öffentlichkeit gar soll, zumindest nach den Vorstellungen des Dezernats, vermutlich noch Monate darauf warten, das gesamte Konzept studieren und diskutieren zu können. Verkehrsdezernentin Sigrid Möricke erklärte jetzt beim Radforum, dass zunächst die Fachabteilungen ihres Hauses beraten sollten, anschließend würden Stellungnahmen anderer betroffener Behörden und Einrichtungen eingeholt.

Beispielhaft nannte sie Feuerwehr, Polizei oder das Ordnungsamt. Erst danach werde es eine Magistratsvorlage geben. Die Öffentlichkeit könnte informiert werden, wenn diese Vorlage beschlossen sei. Beteiligte gehen davon aus, dass es nächstes Jahr werden könnte.

Quelle: Wiesbadener Kurier

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